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Luxus / Lifestyle / Reisen / St. Moritz
St. Moritz
322 Sonnentage und 350 Pistenkilometer bis auf 3300 m Seehöhe: St. Moritz kann purer Luxus sein

Vor einigen Jahrzehnten kamen Charlie Chaplin, Alfred Hitchcock und die Kennedys, heute sind es Madonna, Robbie Williams oder die Agnellis. Das winterliche Engadin zieht Stars und Sternchen, Hoch- und Geldadel aus aller Welt nach wie vor an – und der internationale Jet-Set schätzt dabei die sprichwörtliche Schweizer Diskretion mindestens ebenso wie den höchstgelegenen Flugplatz Europas, auf dem sich die Privatjets drängeln.

Die Luxushotels sind beliebt, denn Sie hüten das Geheimnis ihrer Gästelisten, wie es im allgemeinen in diesem Land nur von den Bankkonten bekannt ist.
Die Fünf-Sterne-Herbergen von St. Moritz: „Badrutt's Palace“, „Carlton“, „Kulm“, „Suvretta“ und „Grand Hotel des Bains“. Das letztere war nach einem Brand längere Zeit ausgefallen, wurde aber rechtzeitig vor der Ski-Weltmeisterschaft 2003 wieder renoviert und wird nun vom Österreicher Rupert Simoner als „Kempinski“ geleitet. Diskret natürlich.Doch selbst wenn die Garderobe bei den meisten Gästen tatsächlich prominenter sein sollte als ihre Besitzer: Geld spielt ganz offensichtlich keine Rolle. Nicht in den Hotels und Gourmettempeln. Und noch weniger in den schmalen Dorfgassen, wo alle Nobelmarken dieses Planeten auf engstem Raum versammelt sind – von Armani bis Louis Vuitton. Was in den Boutiquen tagtäglich mit Höhenzuschlag erstanden wird, kann man am Rande des obligaten Polo-Spiels auf dem zugefrorenen See erahnen, wo die weiblichen Zuseher beim „Sport der Könige“ mit großer Begeisterung den „Most Attractive Player“ küren: Reichtum, der nach Ausdruck strebt.

Man trifft sich auf den Sonnenterrassen vor den Restaurants auf der 2500 Meter hohen Corviglia, die sich dank einer Standseilbahn auch im Pelzmantel bequem erobern lassen und einen fantastischen Ausblick auf die Kristallgipfel von Piz Palü, Bellavista, Bernina und Morteratsch gewähren. Gourmet-König Reo Mathis serviert dazu in seinem exklusiven Yacht-Club „Kaviar-Burger“ und Champagner – und schon bald will niemand mehr so recht glauben, dass das legendäre „Champagnerklima“ des Engadin wirklich nur durch die trocken prickelnde Hochgebirgsluft und die 322 Sonnentage pro Jahr entsteht.



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Letzte Änderung: 6. Feb 2005
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